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Branchen

Horizon Scanner für Versicherer

Solvency II im Umbruch, der AI Act in der Tarifierung, DORA und die ESRS obendrauf: die Aufsichtslast eines EU-Versicherers, kontinuierlich überwacht und an Aktuariat, Risiko und Vertrieb geroutet.

Stand:

Versicherer stehen unter EIOPA auf EU-Ebene und der nationalen Aufsicht (in Deutschland BaFin, in Österreich FMA). Anders als Banken tragen sie zwei Welten gleichzeitig: das prudenzielle Regime von Solvency II und das vertriebliche von IDD und PRIIPs — beide gerade in Bewegung, beide mit eigenem Zeitplan.

Horizon Scanner überwacht diese Quellen kontinuierlich, stuft jede Veröffentlichung nach Relevanz ein und leitet sie an die zuständige Funktion weiter — mit Audit-Spur. Was unten steht, ist die Regelungslast, die heute auf dem Tisch eines europäischen Versicherers liegt.

Zeithorizont

Was sich 2026–2027 ändert

01Die Solvency-II-Überarbeitung 2024

Die Änderungsrichtlinie (Richtlinie (EU) 2025/2) ist ab 30.1.2027 anzuwenden: mehr Proportionalität für kleinere Unternehmen, neue Regeln für langfristige Garantien und angepasste Berichterstattung. Begleitet von einer Richtlinie zur Sanierung und Abwicklung von Versicherern (IRRD).

02Der AI Act erreicht die Tarifierung

Mit der Einstufung von Risiko-Tarifierung in der Lebens- und Krankenversicherung als Hochrisiko-Anwendung kommen gestaffelte Pflichten auf Aktuariat und Underwriting zu — Daten-Governance, Protokollierung und menschliche Aufsicht über das Modell.

03CSRD/ESRS nach dem Omnibus

Das Omnibus-Paket hat den Zeitplan verschoben und den Anwendungsbereich verengt. Wer in welcher Welle berichtet — und nach welchen (noch im Entwurf befindlichen) überarbeiteten ESRS — ist die Frage, die Sie jetzt klären müssen.

Alle diese Fristen im EU-Compliance-Kalender 2024–2028

Was Horizon Scanner tut

Wie wir diese Last tragbar machen

  • 01

    EIOPA und nationale Aufsicht in einem Strom

    Leitlinien, Q&As, technische Standards und nationale Auslegung laufen durch eine Pipeline statt über vier Lesezeichen.

  • 02

    Prudenziell und vertrieblich getrennt geroutet

    Solvency-II-Themen an Aktuariat und Risiko, IDD/PRIIPs an Vertrieb und Produkt-Governance — automatisch nach Thema.

  • 03

    Belegbar für ORSA und Aufsicht

    Jede Einstufung und jedes Routing ist protokolliert — die Spur, die in den ORSA-Bericht und ins Aufsichtsgespräch gehört.

Alle überwachten Aufsichtsquellen ansehen

Häufige Fragen

  • Wir sind ein kleiner Versicherungsverein — greift Proportionalität?

    Ja, und die Solvency-II-Überarbeitung weitet sie aus: mehr Erleichterungen für Unternehmen mit geringem Risikoprofil. Was sich aber nicht verkleinert, ist die Zahl der Quellen, die Sie im Blick behalten müssen — genau dort setzt kontinuierliche Überwachung an.

  • Trifft der AI Act die Tarifierung wirklich?

    Für die Risiko-Tarifierung und -Bewertung in der Lebens- und Krankenversicherung ja — sie steht in Anhang III als Hochrisiko-Anwendung. Wir überwachen die delegierten Rechtsakte und Leitlinien, die den Umfang dieser Pflichten konkretisieren.

  • Solvency-II-Review: Was jetzt, was bis 2027?

    Anzuwenden ab 30.1.2027 — aber die Level-2- und Level-3-Maßnahmen (delegierte Verordnungen, technische Standards, EIOPA-Leitlinien) erscheinen davor und laufend. Genau diese Vorlauf-Veröffentlichungen sind der Grund, früh kontinuierlich mitzulesen.

  • Und IDD-Produktaufsicht (POG) und Nachhaltigkeitspräferenzen?

    Beides wird mit überwacht. POG-Anforderungen und die Pflicht zur Abfrage von Nachhaltigkeitspräferenzen werden an Produkt-Governance und Vertrieb geroutet — Details im IDD-Briefing.

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