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GlossarGovernance

Was bedeuten Fit-&-Proper-Anforderungen?

Kurzantwort

Fit-&-Proper-Anforderungen stellen sicher, dass Personen, die ein beaufsichtigtes Unternehmen leiten oder eine Schlüsselfunktion innehaben, geeignet sind: 'fit' meint fachliche Qualifikation, Wissen und Erfahrung, 'proper' meint Integrität und guten Leumund. Für Versicherer ist Art. 42 Solvency II (Richtlinie 2009/138/EG) die Grundlage, für Banken Art. 91 CRD (Richtlinie 2013/36/EU); die gemeinsamen ESMA/EBA-Leitlinien zur Eignung (EBA/GL/2021/06) konkretisieren die Bewertung.

Zuletzt aktualisiert:

01Fit vs. Proper

Die Anforderung hat zwei Seiten. **Fit (fachliche Eignung)** verlangt, dass die Person über die Qualifikationen, das Wissen und die Erfahrung verfügt, um ihre Aufgabe für eine **solide und umsichtige Geschäftsführung** auszuüben. **Proper (Zuverlässigkeit)** verlangt **guten Leumund und Integrität** — also die persönliche Eignung, etwa frei von einschlägigen Vorstrafen oder Aufsichtsmaßnahmen. Beide Seiten müssen erfüllt sein; fachliche Brillanz ersetzt keine Integrität und umgekehrt.

03Eine fortlaufende Pflicht

Fit & Proper ist keine einmalige Prüfung bei Bestellung, sondern eine **fortlaufende** Anforderung: Eignung und Zuverlässigkeit sind über die Amtszeit aufrechtzuerhalten und bei Anlässen (neue Mandate, Vorfälle) neu zu beurteilen. Das Regelwerk bewegt sich: Eine gemeinsame ESMA/EBA-Konsultation zu überarbeiteten Eignungs-Leitlinien (EBA/CP/2026/03) wurde am 25. Februar 2026 eröffnet — noch nicht verbindlich, aber zu beobachten.

Quellen

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  1. [1]Solvency II — Richtlinie 2009/138/EG (Art. 42) — EUR-Lex
  2. [2]CRD — Richtlinie 2013/36/EU (Art. 91) — EUR-Lex
  3. [3]Gemeinsame ESMA/EBA-Leitlinien zur Eignung (EBA/GL/2021/06)

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