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Für wen

Aktuarin & versicherungsmathematische Funktion

Versicherungstechnische Rückstellungen, Modellvalidierung, ORSA-Beiträge — und ein Solvency-II-Regime, das sich gerade neu kalibriert. Horizon Scanner überwacht EIOPA und die nationale Aufsicht kontinuierlich und legt die fachlich relevanten Änderungen auf Ihren Tisch.

Stand:

Ihre Realität

Ihre Arbeit lebt von Annahmen, die heute korrekt sein müssen und morgen überholt sein können: Zinskurven-Extrapolation, Risikomarge, Stornoannahmen, Sterblichkeit. Wenn EIOPA eine Methodik anpasst oder ein technischer Standard erscheint, erfahren Sie es oft erst, wenn ein Kollege zufällig darüber stolpert — und dann müssen Sie rückwirkend prüfen, was das für die letzte Berechnung bedeutet hätte. Die Überarbeitung von Solvency II macht aus dieser Dauerlast gerade einen Berg.

01Ihre Realität: die Funktion, die alles zusammenrechnet

Die versicherungsmathematische Funktion ist in Art. 48 der Solvency-II-Richtlinie (2009/138/EG) verankert: Sie koordiniert die Berechnung der versicherungstechnischen Rückstellungen, stellt die Angemessenheit der verwendeten Methoden, Modelle und Annahmen sicher, beurteilt die Datenqualität, gleicht beste Schätzwerte mit der tatsächlichen Erfahrung ab und unterrichtet die Geschäftsleitung über die Verlässlichkeit und Angemessenheit der Berechnung. Hinzu kommt die Stellungnahme zur Zeichnungs- und Rückversicherungspolitik und der Beitrag zum Risikomanagement.

Das macht Sie zur Schnittstelle zwischen Daten, Modell und Aufsicht — und damit zu der Funktion, die jede regulatorische Änderung an Annahmen, Kurven oder Berichtspflichten als Erste in Zahlen übersetzen muss. Genau dieser Übersetzungsdruck ist der Grund, warum kontinuierliches Monitoring für Aktuar:innen kein Komfort, sondern Handwerkszeug ist.

02Was sich 2026–2027 ändert

Die Solvency-II-Überarbeitung (Richtlinie (EU) 2025/2) ist ab dem 30. Januar 2027 anzuwenden und greift mitten in Ihre Kernberechnungen ein. Am sichtbarsten: die Reduktion der Risikomarge — der Kapitalkostensatz sinkt auf 4,75 % und ein zeitabhängiger, abklingender Faktor kommt hinzu (zusammen rund −21 % auf das Niveau). Daneben werden die Extrapolation der risikofreien Zinsstruktur und mehrere Risiko-Submodule neu justiert. Die zugehörige delegierte Verordnung wurde Ende Oktober 2025 finalisiert [1][2].

Parallel rückt der EU AI Act in Ihr Feld: Risiko-Tarifierung und -Bewertung in der Lebens- und Krankenversicherung gelten als Hochrisiko-Anwendung (Anhang III), mit Pflichten zu Daten-Governance, Dokumentation und menschlicher Aufsicht über das Modell — Themen, die direkt an der versicherungsmathematischen Funktion hängen. Und IFRS 17 bleibt der laufende Taktgeber für die Bewertung von Versicherungsverträgen [3].

03Was die Geschäftsleitung von Ihnen sehen will

Der Vorstand braucht keine Methodendiskussion, sondern die Gewissheit, dass die Zahlen halten: dass die Rückstellungen angemessen, die Annahmen aktuell und die regulatorischen Änderungen nachweislich verarbeitet sind. Eine lückenlose Spur darüber, welche EIOPA-Veröffentlichung wann gesichtet und in welche Berechnung überführt wurde, ist genau der Beleg, den die versicherungsmathematische Stellungnahme und das Aufsichtsgespräch tragen.

Was sich ändert

Sechs Aufgaben, die Horizon Scanner Ihnen abnimmt

Konkrete Mechanik gegen die fünf Friktionen Ihrer Woche. Jedes Element ist im Tool live verfügbar — keine Roadmap.

  • 01

    EIOPA-Methodik lückenlos verfolgen

    Technische Standards, Leitlinien und Q&As der EIOPA werden kontinuierlich überwacht und nach Relevanz für Rückstellungen und Kapital eingestuft — kein zufälliges Stolpern mehr.

  • 02

    Vorlauf zur Solvency-II-Überarbeitung

    Die Level-2- und Level-3-Maßnahmen erscheinen vor dem Stichtag 30.1.2027 — Sie sehen sie früh und können Annahmen und Modelle vorbereiten statt nachzuziehen.

  • 03

    Zins- und Risikomargen-Änderungen einordnen

    Anpassungen an Extrapolation, Kapitalkostensatz und Korrelationen werden Ihnen zugeleitet, sobald sie publiziert sind — mit Verweis auf den konkreten Rechtsakt.

  • 04

    AI-Act-Pflichten in der Tarifierung

    Delegierte Rechtsakte und Leitlinien zur Hochrisiko-Einstufung der Tarifierung werden überwacht und an die Modell-Governance geroutet.

  • 05

    Datenqualität belegbar machen

    Jede gesichtete Quelle und jede Einstufung ist protokolliert — die Basis für die Datenqualitätsbeurteilung, die Art. 48 von Ihnen verlangt.

  • 06

    ORSA-Beitrag mit Audit-Spur

    Der regulatorische Vorausblick, den der ORSA braucht, kommt aus einer Quelle mit Zeitstempel — nicht aus einem Bündel persönlicher Lesezeichen.

Die Zahlen, die Ihr Vorstand sieht

Übersetzt von Compliance-Sprache in Vorstands-Sprache.

  • 30.1.2027

    Anwendungsstichtag der Solvency-II-Überarbeitung — Level-2/3-Vorlauf läuft schon jetzt.

  • −21 %

    ungefähre Absenkung des Risikomargen-Niveaus (Kapitalkostensatz 4,75 %).

  • 100 %

    der gesichteten EIOPA-Veröffentlichungen mit Zeitstempel und Zuordnung — prüffähig.

  • Anhang III

    Tarifierung in Leben/Kranken als Hochrisiko-Anwendung des AI Act.

Fragen, die Sie sich stellen werden

  • Ersetzt das meine fachliche Beurteilung?

    Nein. Horizon Scanner stellt sicher, dass Sie jede relevante Änderung früh und vollständig sehen — die Bewertung, was sie für Ihre Annahmen und Modelle bedeutet, bleibt Ihre. Das Tool nimmt die Suche ab, nicht das Urteil.

  • Deckt es auch IFRS 17 und nationale Spezifika ab?

    Die Abdeckung folgt den Quellen: EIOPA und die nationale Aufsicht (in Deutschland BaFin) werden überwacht, und rechnungslegungsbezogene Verlautbarungen lassen sich als eigene Quelle ergänzen. Nationale Auslegung wird parallel zur EU-Ebene erfasst.

  • Wie schnell sehe ich eine neue EIOPA-Methodik?

    Die Pipeline überwacht die Quellen kontinuierlich und stuft neue Veröffentlichungen nach Relevanz ein; Default-Routing bringt sie ohne manuelles Triage zur versicherungsmathematischen Funktion.

  • Was, wenn sich die Überarbeitung im Detail noch verschiebt?

    Genau dafür ist kontinuierliche Überwachung gebaut: Verschiebt sich eine delegierte Verordnung oder ein Standard, sehen Sie die Änderung, sobald sie publiziert ist — samt Verweis auf den konkreten Rechtsakt.

Lassen Sie uns die Realität Ihrer Woche durchgehen.

Zwanzig Minuten. Konkrete Use-Cases aus Ihrem Konzern.

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